Zum wiederholten male, durfte ich bei der Revierkunst dabei sein – dieses mal in den Katakomben der Maschinenhalle im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen. Vom 10. – 12. September 2021 gab es Werke von ca. 70 Kunstschaffenden zu bestaunen.
Vielen Dank an Sonja Henseler für die Organisation!

Zu sehen waren beispielsweise meine beiden Wandobjekte der Serie „Kreislauf des Lebens“ aus dem Jahr 2021.

Labyrinth
Das Labyrinth gehört zu den ältesten Symbolen der Menschheit. Es lässt sich als Weg deuten, um über den Sinn des Lebens nachzudenken. Die Sackgassen sind Spiegel der eigenen Lebenswendungen. In der Mitte angekommen, kehrt man wieder „zum Anfang“ zurück. Die Dreiheit (Andeutung einer Triskele) in der Mitte bedeutet für die Künstlerin das Gleichgewicht, welches zu erreichen lohnt. Durch das Spiel mit Material und Textur erzeugt dieses Kunstwerk eine tiefe, fast meditative Wirkung und lädt den Betrachter ein, sich auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart zu begeben.

Snakedance
Knotenmuster sind typisch für die darstellende Kunst des frühen und hohen Mittelalters. In meinem Werk haben wir einen keltischen Knoten in abgewandelter Form (Dreiecksknoten), der aus 3 Schlangen gebildet wurde.
Dieser keltische Knoten, auch als Triquetra bekannt, symbolisiert die Unendlichkeit und ist Komplexität und Einfachheit zugleich. Die keltisch-christliche Kirche benutzte sie, um die Heilige Dreifaltigkeit darzustellen. Heute geht man u. a. davon aus, dass das Symbol für die Kelten ein Zeichen für die Einigkeit des Göttlichen war – die Ganzheit, von Geburt, Leben und Tod. Die Schlange wurde hier als Symbol verwendet, da auch diese bei den Kelten ein Zeichen für Zerstörung und Erneuerung zugleich war – da sie sich unendlich oft durch die Häutung „erneuern“ kann. Die Kelten glaubten an eine beseelte Natur. Sirona, die Göttin der Heilung wurde mit einer Schlange abgebildet. Anders als die biblische Schlange steht sie für positive Energie und Kraft.